Die GRÜNdiskutiert-Runde tauscht sich frei und ergebnisoffen aus über Themen, die die unterschiedlichsten Bereiche betreffen – auch und gerade solche, die nicht in Ausschüssen oder AGs besprochen werden. Das können Sachthemen mit oder ohne Bezug zu Speyer sein, aber auch überregionale und bundesweite Themen.
Wir wollen eine Idee der Meinungen und Vorstellungen anderer GRÜNEN bekommen, wie etwa „haben wir dieselbe Wellenlänge, oder weichen wir stark voneinander ab?“ oder „welche Grundlage können wir entwickeln, auf der wir als GRÜNE mit einem erkennbaren Profil handeln?“. Es könnte auch um den Umgang mit politischen Mitbewerbern gehen. Solange sich alles auf einer sachbezogenen Ebene bewegt, kann jedes Thema auf der Agenda stehen. Wir halten diesen Austausch „face-to-face“ für ungemein wichtig.
Die Themen für die kommenden GRÜNdiskutiert-Runden versenden wir per Mail und Newsletter. Wir bitten alle, die daran teilnehmen möchten, sich bis 5 Zage vor der Veranstaltung per Mail an jochen.gonsior@gruene-speyer.de anzumelden.
Termine 2026
Montag, 17. August: Wie gehen wir mit der KI-Revolution um? Fragen zu Wirtschaft, Kultur und Bildung
Einführung ins Thema: Tom Meigen
Eine Übersicht, KI-erzeugt
Angesichts der rasanten Entwicklung künstlicher Intelligenz lässt sich der Umgang mit dieser „Revolution“ als ein Balanceakt zwischen technologischer Befähigung und ethischer Regulierung beschreiben. Experten und Organisationen wie die UNESCO betonen, dass KI nicht als Ersatz für den Menschen, sondern als Werkzeug und Teammitglied fungieren sollte.
Wirtschaft: Produktivität und Fachkräftemangel
In der Wirtschaft wird KI primär als Lösung für strukturelle Probleme wie den Arbeitskräftemangel gesehen.
Ergänzung statt Ersatz: Ökonomische Modelle deuten darauf hin, dass KI menschliche Stärken wie kritisches Denken, Empathie und komplexe Problemlösung eher verstärkt als ersetzt. wirtschaftsdienst.eu
Wettbewerbsfähigkeit: Besonders für den Mittelstand ist der Zugang zu KI entscheidend, um produktiv zu bleiben. Hier fordern Wirtschaftsverbände einen Fokus auf „Befähigung“ statt reiner Überregulierung, damit Unternehmen die Technologie reflektiert einsetzen können. arbeitgeber.de
Reskilling: Um den Wandel zu bewältigen, ist eine „Re-skilling Revolution“ notwendig, bei der Arbeitskräfte lernen, KI-Systeme in ihre täglichen Prozesse zu integrieren. wirtschaftsdienst.eu
Kultur: Schutz der Vielfalt und neue Kreativität
Im Kulturbereich fungiert KI als zweischneidiges Schwert – sie bietet neue Ausdrucksformen, gefährdet aber etablierte Strukturen.
KI als Muse: KI wird zunehmend als Dialogpartner und Werkzeug in kreativen Prozessen genutzt. unesco.de
Risiken für Kulturschaffende: Die „Content-Schwemme“ und Urheberrechtsfragen erschweren es Künstlern, von ihrer Arbeit zu leben. Zudem besteht die Gefahr einer Abhängigkeit von wenigen Technologieunternehmen, was die kulturelle Vielfalt einschränken könnte. unesco.de
Transparenz: Es wird gefordert, KI-generierte Inhalte klar zu kennzeichnen und einen ethischen Rahmen zu schaffen, der Museen und Bibliotheken beim Einsatz der Technologie unterstützt. unesco.de
Bildung: KI als Gegenstand und Werkzeug
Die Bildungsrevolution muss der technologischen Revolution folgen, um eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern.
Zwei Dimensionen der Bildung: Wir benötigen einerseits Bildung über KI (Funktionsweise, Ethik), um die Technologie zu verstehen, und andererseits den Einsatz von KI in der Lehre (personalisierte Lernpfade). unesco.de
Kompetenzaufbau: Studien zeigen, dass Lernende mit einem tieferen Verständnis der Technik stärker von ihr profitieren. Wenn diese Kompetenzen nicht flächendeckend vermittelt werden, droht eine neue digitale Kluft. bundestag.de
Forschungsbedarf: Der Einsatz von KI zur Kontrolle des Lernfortschritts oder zur automatisierten Bewertung erfordert klare ethische Grenzen und wissenschaftliche Standards, die derzeit noch erarbeitet werden. bundestag.de
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Umgang mit der KI-Revolution einen „nationalen Kraftakt für KI-Kompetenz“ erfordert. Es geht nicht nur darum, die Technik zu beherrschen, sondern sie so zu gestalten, dass menschliche Werte wie Würde und Fairness gewahrt bleiben.
Montag, 28. September: Lebensräume, Naturpädagogik, Naturgärten: Ein Diskurs über Hitzeereignisse, Entsiegelung und Schwammstädte. Wie sehen nachhaltige Lebensräume für Pflanzen und Tiere aus?
Petra Moser, Mitglied des Stadtrats
Montag, 23. November: Rente und Vermögensverteilung – Hubertus Siegel, Vorstandsmitglied
Ort: Haus der Vereine, Rulandstraße 4 in Speyer. Dauer jeweils von 19 – 21 Uhr.
Anmeldungen bis 5 Tage vor Termin bei jochen.gonsior@gruene-speyer.de.