
Mehr als 30.000 Teilnehmer waren bei der Demo gegen die AfD am 4. Juli in Erfurt dabei, darunter zahlreiche Vertreter des Grünen KV Speyer. Die Aktionsgemeinschaft „Aufstehen gegen Rassismus“ hatte zum Protest gegen den Parteitag der AfD in Erfurt aufgerufen: „Die im Kern faschistische AfD will ihren nächsten Parteitag in Erfurt durchführen. Natürlich werden wir auch da sein! Mit einem breiten Bündnis werden wir zusammenstehen und uns widersetzen!“.

Obwohl wir Speyerer zu unterschiedlichen Zeiten in Erfurt ankamen, hatten wir uns bald zusammengefunden und in die Menge der Demonstrierenden eingereiht. Zahlreiche Reden waren zu hören und von überall her drang Musik. Die Menschen zeigten, was Vielfalt und Demokratie bedeuten.

Unterschiedliche Gruppen kamen zusammen und tauschten sich aus, darunter Vertreter der IG Metall. Deren Vertrauensleute erzählten von eine Begebenheit am Werkstor von Mercedes in Stuttgart. Dort nämlich hatte der stellvertretender Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, Markus-Cornel Frohnmeyer, Brötchen an die Mitarbeiter der Frühschicht verteilt. Kaum tauchten Alice Weidel und Tino Chrupalla dort auf, weil sie den Boden für ihre rechtsextremen Parolen bereitet sahen, wurden sie von den IG Metall-Vertrauensleuten empfangen und traten den Rückzug an. Diese Anekdote steht stellvertretend für die Erfahrungen, die viele der Demonstrierenden gemacht hatten: Solidarität wird von der AfD geheuchelt, um Wählerstimmen zu ergattern. Dahinter verbirgt sich – nichts.
Die Proteste verliefen friedlich. Die Menschen zeigten – gerade in Thüringen, wo Björn Höcke AfD-Fraktionsvorsitzender ist und vom Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz offiziell als „gesichert rechtsextrem“ geführt wird, dass man vor der Gefahr von rechts warnen muss!
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